Auf dem Bankenmarkt herrscht ein reger Wettbewerb. Spätestens seit dem Zeitpunkt, zu welchem die ersten Onlinebanken auf den Markt getreten sind, hat sich der Konkurrenzdruck zunehmend verschärft. Kreditinstitute kämpfen mit allen Mitteln um Kunden – und versuchen, mit Sonderaktionen und speziellen Angeboten auf sich aufmerksam zu machen.

Gleiches gilt insbesondere auch für den Girokonto-Bereich: Hier ist der Markt besonders hart umkämpft, da so gut wie jede Bank ein oder mehrere Girokonten im Programm hat. Günstige Konditionen sind meist das erste Mittel der Wahl, um Kunden anzulocken und zu halten. Doch aufgrund der mittelmäßigen Finanzsituation kann es sich nicht jede Bank leisten, ihre Angebote kostenlos oder zu besonders niedrigen Preisen anzubieten. Negative Margen für die Kreditinstitute sind zwar heute keine Seltenheit mehr – nur um Kunden zu gewinnen -, können jedoch über einen längeren Zeitraum aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht gehalten werden.

Insofern versuchen Banken nun zunehmend, mit einem Girokonto Startguthaben auf ihr Kontoangebot aufmerksam zu machen. Neukunden erhalten, wenn sie sich – meist bis zu einem festgelegten Datum – für das Girokonto der Bank entscheiden, einen Bonus in einer bestimmten Summe auf das Konto gutgeschrieben. Das macht Verbraucher natürlich neugierig – wer erhält schon nicht gerne 20, 30 oder gar 50 Euro, nur für eine schlichte Kontoeröffnung?

Doch ganz so einfach ist es häufig nicht: Das Girokonto Startguthaben ist oftmals an Bedingungen geknüpft. Ausbezahlt wird der Bonus beispielsweise nur, wenn monatlich ein bestimmter Mindestgeldeingang erfolgt, oder innerhalb einer bestimmten Zeit nach Kontoeröffnung ein festgelegter Mindestbetrag auf dem Girokonto eingegangen ist. Es gilt also, auch bei den besonders attraktiven Angeboten mit Startguthaben lieber zweimal hinzusehen, bevor man im Nachhinein eine Enttäuschung erlebt.