Wer den Wechsel eines Girokontos in Betracht zieht, sucht in der Regel ein neues Konto, das mit besseren und günstigeren Konditionen einhergeht. Kosten sollen eingespart, und bestenfalls noch eine attraktive Rendite mit dem Konto erzielt werden. Doch auf was ist eigentlich genau zu achten, wenn ein neues Girokonto ausfindig gemacht werden soll?
Im Vordergrund stehen zunächst einmal die Kontoführungsgebühren, die von Anbieter zu Anbieter teilweise deutlich auseinander driften können. Während die einen bereits kostenlose Girokonten zur Verfügung stellen, berechnen andere Banken wiederum immer noch hohe Kosten für die monatliche Nutzung, die Bereitstellung von Kontoauszügen oder für einzelne Überweisungen und Daueraufträge. Doch damit ist der Vergleich noch lange nicht zu Ende: Wer wirklich Kapital aus seinem Girokonto schlagen will, muss auf weit mehr Kriterien eingehen.
Einige Kreditinstitute bieten mittlerweile auf dem Girokonto Zinsen an. Es handelt sich dabei um Kombinationen aus Girokonto und Tagesgeldkonto, die die Vorzüge beider Finanzprodukte geschickt miteinander verknüpfen. Das Konto kann sodann für die Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs genutzt werden, gleichzeitig wird das Guthaben attraktiv verzinst. Die Guthabenverzinsung kann eine hohe Rendite mit sich bringen, wenn öfter einmal größere Beträge auf dem Kontokorrentkonto geparkt werden. Doch Vorsicht: Nicht jede Bank verschenkt einfach so ihre Zinsen! Vielmehr ist die Guthabenverzinsung oftmals an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die es zu erfüllen gilt. So ist bei vielen Kontomodellen ein monatlicher Mindesteingang vorzuweisen, damit auch wirklich Zinsen gutgeschrieben werden. Besonders Geringverdiener, Studenten und Rentner sollten hier das Kleingedruckte genau beachten.
Die attraktive Verzinsung ist das eine – das Zinsenbezahlen das andere. Die beste Guthabenverzinsung nützt nichts, wenn auf der anderen Seite horrende Kosten für die Inanspruchnahme des Dispo-Kredites anfallen. Dann kann die zuvor angedachte Rendite schnell aufgefressen sein – und die Kosten für das Girokonto überwiegen schlussendlich de Einnahmen. Wer also häufiger einmal sein Konto überzieht, sollte bei der Entscheidungsfindung nicht allzu sehr auf die Guthabenverzinsung, sondern vielmehr auf eine günstige Bereitstellung des Dispo-Kredites achten.

